Pompeji – Überreste des Altertums

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PompejiPompeji in Kampanien an Neapels Golf war eine antike Stadt, die am 24. August 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet und weitgehend konserviert wurde. Die siebenhundertjährige Geschichte der Stadt war bewegt, doch nach der Verschüttung geriet die Stadt mehr und mehr in Vergessenheit. Pompeji wurde nach der Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Forschungsobjekt der Archäologie, da sie zu den best-erhaltenen antiken Stadtruinen der Welt gehört.

Frühe Entdeckungen in den Ruinen

Schon kurz nach der Verschüttung wurden im Lauf der Jahre die leicht zugänglichen Ruinen immer mehr von Grabräubern geplündert. 1592 wurden bei Kanalbauarbeiten Inschriften, Münzen und ähnliches entdeckt, für die sich niemand wirklich interessierte. Weitere Privatgrabungen eines Kavalleriegenerals fast 150 Jahre später brachten Marmorstatuen zu Tage. Erst 1748 wurden die Grabungen auf professionelle Weise durchgeführt, deren Ziel es war Wertgegenstände zu bergen. Zwar war schnell klar, dass es sich um eine größere Stadt handeln musste, die Grabungen brachten aber nicht den gewünschten Erfolg und sie wurden abgebrochen. 1763 wurde die Stadt, dank der Inschrift auf einem gefundenen Schild, als Pompeji identifiziert. Im gleichen Jahr konnten Privatpersonen die Überreste des Isistempel, des Theaters, die Diomedesviall und das Herculaner Tor besichtigen. Damit kein Besucher die Wandmalereien mitnehmen konnte wurden sie zerstört. Nachdem der Bedarf des Museums an Ausgrabungsgegenständen gedeckt war, verlor man abermals das Interesse an Pompeji. Die Erforschung der Ruinen wurde nach der französischen Besetzung Neapels wieder vorangetrieben. Weite Teile der ehemaligen Stadt, wie zum Beispiel das Forum und die Hauptstraße Via Mercurio wurden freigelegt. Bis zum Abzug 1815 schafften die Franzosen es nicht die Stadt soweit freizulegen, dass sie frei begehbar war, aber zum ersten Mal war es möglich die Ausmaße der Stadt zu erahnen. Abermals schritten die Ausgrabungen nur schleichend voran

Gipsabdrücke der Antike

Im Jahr 1863 begannen zwölf prägende Jahre in Pompejis Freilegung. Durch die fortschrittlichen Grabungstechniken, wie Gipsabdrücke der Toten, gelang es immer bessere Eindrücke der Stadt zu erlangen. Hohlräume wurden bei dieser Technik mit Gips gefüllt und nach dem Erstarren wurden Gipsmodelle von Toten, oder auch Gegenständen sichtbar. Die schon ausgegrabenen Teile der Stadt wurden gesichert und soweit möglich rekonstruiert. Zum ersten Mal wurden die Ausgrabungen wissenschaftlich dokumentiert und bald war der ganze Westen von Pompeji untersucht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wandte man sich den tieferen Schichten der Stadt zu und fand Überreste aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Die Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführten Restaurationen der Stadt sind sehr umstritten. Um Besuchern Effekte vorzuführen und Licht zu bieten wurden Strom- und Wasserleitungen verlegt und die Innenhöfe mit Bäumen bepflanzt. Heute stellt dies die Archäologen vor Probleme, da nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann was Original und was Restauration war.

Unzureichende Konservierung bereitet Probleme

Im Rahmen des Zweiten Weltkriegs wurde 1943 auch Pompeji bombardiert. Die neu ausgegrabenen Bereiche wurden getroffen und abermals der Zerstörung ausgesetzt. In den 50er Jahren fanden ein letztes Mal Grabungen im großen Stil statt, allerdings wurden diese kaum wissenschaftlich dokumentiert. Bei Abschluss der Grabungen war die Stadtmauer fast komplett freigelegt, die Konservierung aber wurde wieder vernachlässigt. Mittlerweile sind etwa zwei Drittel von Pompeji freigelegt und es werden nur mehr kleine Sondierungen vorgenommen. Die Archäologen sind heute vor allem damit beschäftigt die Stadt vor einem erneuten Verfall zu beschützen und rekonstruieren sowie dokumentieren hauptsächlich.

Picture: kalles33 – Fotolia.com

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